Gefahr durch Bisphenol in Babyflaschen
In letzter Zeit häufen sich wieder die Meldungen rund um Bisphenol A. Dieser Stoff, der Grundstoff des Polykarbonat, war schon im Februar in die Schlagzeilen geraten, weil damals die EU die Grenzwerte auf Basis einer umstrittenen Studie anhob.
Klar scheint zu sein, dass Bisphenol Auswirkungen auf den Hormonhaushalt hat, fragwürdig sind Schädigungen des Erbguts. Bei Tierversuchen traten sie zumindest auf. Unklar ist hier natürlich wie immer an der Schwelle von Chemie zur Medizin der Grenzwert ab dem das Ganze toxisch wird.
Allum hat das Thema vor Kurzem wieder aufgegriffen und auch eine Bewertung zum Zusammenspiel mit Babyflaschen abgegeben.
1. Babynahrung oder Tee sollte nicht im Fläschchen in der Mikrowelle, sondern im Topf erhitzt und anschließend in das Fläschchen umgefüllt werden. Auf diese Weise kann auch die Temperatur der Babynahrung besser kontrolliert werden.
2. Babyfläschchen sollten möglichst wenige Kratzer aufweisen.
3. Wer auf Polycarbonat-Flaschen verzichten möchte, kann auf Glasflaschen oder auf Babyflaschen aus einem anderen Kunststoff (Polyethersulfon) zurückgreifen. Letztere sind meist teurer. Ferner ist Polyethersulfon bisher wissenschaftlich weniger untersucht worden als Bisphenol A.
Ich kann mich hier nur anschliessen. Denn wen auch die Grenzwerte momentan unklar sind, eins ist sicher: In zehn Jahren sind wir schlauer.
Noch ein paar Infos:
- Artikel bei Wikipedia
- Ein skeptischer Beitrag im LobbyControl Blog
- Zum Thema der Beitrag “plastinierte” Volksvertreter
- Und noch eine internationale Sichtweise
Jeder muss natürlich diese Warnungen für sich selbst interpretieren.