In letzter Zeit häufen sich wieder die Meldungen rund um Bisphenol A. Dieser Stoff, der Grundstoff des Polykarbonat, war schon im Februar in die Schlagzeilen geraten, weil damals die EU die Grenzwerte auf Basis einer umstrittenen Studie anhob.
Klar scheint zu sein, dass Bisphenol Auswirkungen auf den Hormonhaushalt hat, fragwürdig sind Schädigungen des Erbguts. Bei Tierversuchen traten sie zumindest auf. Unklar ist hier natürlich wie immer an der Schwelle von Chemie zur Medizin der Grenzwert ab dem das Ganze toxisch wird.
Allum hat das Thema vor Kurzem wieder aufgegriffen und auch eine Bewertung zum Zusammenspiel mit Babyflaschen abgegeben.
1. Babynahrung oder Tee sollte nicht im Fläschchen in der Mikrowelle, sondern im Topf erhitzt und anschließend in das Fläschchen umgefüllt werden. Auf diese Weise kann auch die Temperatur der Babynahrung besser kontrolliert werden.
2. Babyfläschchen sollten möglichst wenige Kratzer aufweisen.
3. Wer auf Polycarbonat-Flaschen verzichten möchte, kann auf Glasflaschen oder auf Babyflaschen aus einem anderen Kunststoff (Polyethersulfon) zurückgreifen. Letztere sind meist teurer. Ferner ist Polyethersulfon bisher wissenschaftlich weniger untersucht worden als Bisphenol A.
Ich kann mich hier nur anschliessen. Denn wen auch die Grenzwerte momentan unklar sind, eins ist sicher: In zehn Jahren sind wir schlauer.
Noch ein paar Infos:
- Artikel bei Wikipedia
- Ein skeptischer Beitrag im LobbyControl Blog
- Zum Thema der Beitrag “plastinierte” Volksvertreter
- Und noch eine internationale Sichtweise
Jeder muss natürlich diese Warnungen für sich selbst interpretieren.
Merken:
Emanuel
4. Juni 2010 | 13:14 UhrDa sieht man es wieder, dass es den heutigen Konzernen und Herstellern nur noch um schnelles Geld, nicht aber um Qualität geht. Das solche Stoffe in BABYPRODUKTEN enthalten sind, ist nicht nur eine Straftat, sondern sollte auch mit hohen Geldstrafen für die Industrie gehandhabt werden.
Aber wer weiß, ob das in der heutigen Welt überhaupt noch nebenwirkungen auf die Entwicklung hat, oder ob durch die sowieso ungesunde Ernährung dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist
Glasflaschen sind aber dennoch hygienischer und vorallem gesünder und sollten somit bevorzugt werden!
Bea
23. Mai 2010 | 01:21 Uhrich finde plastik ist eben chemie….glas ist natürlicher. das muss besser sein
Viola
22. Oktober 2009 | 11:57 UhrEs gibt doch Glasflaschen, die ähnlich wie Kühlschrankglasplatten, nicht kaputt gehen. Die kann man doch auch noch nehmen. Davon abgesehen ist es schon ein Ding der Unmöglichkeit, wie es sein kann, dass man solche Stoffe in Babyflaschen findet.
Frechheit
Gerhard Neinert
11. Mai 2008 | 10:44 Uhr> Wer auf Polycarbonat-Flaschen verzichten möchte, kann auf Glasflaschen
> oder auf Babyflaschen aus einem anderen Kunststoff (Polyethersulfon)
> zurückgreifen.
Inzwischen sind die Bisphenol-A-freien Babyflaschen von BfreePlus aus PP (Polypropylen) und PA (Polyamid) erhältlich.
> Letztere sind meist teurer.
PP ist nicht teurer als vergleichbare PC-Produkte.
> Ferner ist Polyethersulfon bisher wissenschaftlich weniger untersucht
> worden als Bisphenol A.
PA und PP sind dagegen aber recht gut untersucht worden. PP ist als preiswertere Variante nicht ganz so hitzebeständig wie PA.
GN
Schwangere-Mütter-sind-schön
2. November 2007 | 11:30 UhrTrifft das auf alle Kunststoffflaschen zu oder nur auf die bestimmter Hersteller? Ich habe davon noch nie was gehört. Schade, dass die Eltern allgemein nicht ausführlicher vor diesen Gefahren gewarnt werden! Ich bin mir sicher, dass das ganz viele Mütter überhaupt nicht wissen!
Stefan
22. August 2007 | 14:59 UhrKann mich hier nur voll und ganz anschließen. Nachdem meine Frau einen Bericht dazu (Bisphenol A) im Fernsehen gesehen hatte, haben wir von Plastikflaschen auf Glasflaschen umgestellt.
Probleme mit den Glasflaschen hatte nur 1x Papa (also ich) als mir eine volle Milchflasche auf den Boden knallte. Ergebnis Baby schreit vor Verzweiflung, Papa ist verzweifelt. Aber das war die einzige Situation in der ich die Glasflaschen verflucht habe.
Um sicher zu gehen und etwaige mögliche Gesundheitsschäden von vorne herein auszuschließen Glasflaschen verwenden, oder die Tipps meines Vorgängers beachten.