Säuglinge sollten Sojanahrung nach Auffassung des Bundesinstituts für
Risikobewertung nur auf ärztliche Empfehlung bekommen. Sojabohnen
enthalten pflanzliche Substanzen, die eine Hormonähnliche Wirkung haben
könnten, teilte das Institut heute in Berlin mit.

Mäuseversuche haben gezeigt, dass eine hohe Zufuhr der Substanzen zu
Veränderungen bei weiblichen Fortpflanzungsorganen sowie dem Immunsystem
führen kann. Säuglingsnahrung aus Sojaeiweiß sei deshalb kein Ersatz für
Kuhmilchprodukte und sollte damit nur unter ärztlicher Aufsicht verabreicht
werden, wenn entsprechende medizinische Gründe vorliegen.

Bisphenol in der BabyflascheIn letzter Zeit häufen sich wieder die Meldungen rund um Bisphenol A. Dieser Stoff, der Grundstoff des Polykarbonat, war schon im Februar in die Schlagzeilen geraten, weil damals die EU die Grenzwerte auf Basis einer umstrittenen Studie anhob.

Klar scheint zu sein, dass Bisphenol Auswirkungen auf den Hormonhaushalt hat, fragwürdig sind Schädigungen des Erbguts. Bei Tierversuchen traten sie zumindest auf. Unklar ist hier natürlich wie immer an der Schwelle von Chemie zur Medizin der Grenzwert ab dem das Ganze toxisch wird.

Allum hat das Thema vor Kurzem wieder aufgegriffen und auch eine Bewertung zum Zusammenspiel mit Babyflaschen abgegeben.

1. Babynahrung oder Tee sollte nicht im Fläschchen in der Mikrowelle, sondern im Topf erhitzt und anschließend in das Fläschchen umgefüllt werden. Auf diese Weise kann auch die Temperatur der Babynahrung besser kontrolliert werden.

2. Babyfläschchen sollten möglichst wenige Kratzer aufweisen.

3. Wer auf Polycarbonat-Flaschen verzichten möchte, kann auf Glasflaschen oder auf Babyflaschen aus einem anderen Kunststoff (Polyethersulfon) zurückgreifen. Letztere sind meist teurer. Ferner ist Polyethersulfon bisher wissenschaftlich weniger untersucht worden als Bisphenol A.

Ich kann mich hier nur anschliessen. Denn wen auch die Grenzwerte momentan unklar sind, eins ist sicher: In zehn Jahren sind wir schlauer.

Noch ein paar Infos:

Jeder muss natürlich diese Warnungen für sich selbst interpretieren.

Wo lebt die Zecke?
Zecken finden sich vor allem in Bodennähe und nicht wie oft angenommen in Bäumen. Sie kommen in Gräsern, Büschen und Sträuchern bis zu einer Höhe von ca. 1,50 Metern vor und werden deshalb meist im vorbeigehen „abgestreift“.

Welche Krankheiten können übertragen werden?
Die Zecke überträgt beim Blutsaugen Krankheitserreger, aber auch ein kurzer Stich genügt bereits, um sich zu infizieren. Dabei ist in Europa vor allem die Borreliose (bakterielle Erkrankung) und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), eine Art der Hirnhautentzündung zu nennen.

Worank erkennen Sie den Beginn einer Erkrankung?
FSME: beginnt oftmals wie eine Sommergrippe mit Kopf- / Gliederschmerzen und Fieber.

Borreliose: eine ringförmige Rötung der Haut um eine Einstichstelle, kann ein erster Hinweis sein. Sehen sie eine entsprechende Rötung, am besten gleich einen Arzt / Hausarzt aufsuchen.

Wo ist man durch Zecken gefährdet?
Generell gibt es Zecken weltweit. In Europa und Asien übertragen Zecken den FSME-Virus. In Deutschland sind vor allem weite Teile von Bayern, Baden-Württemberg und einige Landkreise in Thüringen, Rheinland-Pfalz und Hessen betroffen. Dabei gibt es eine Einteilung nach verschiedenen Risikogebieten.

Innerhalb Europas sind als FSME-Risikogebiete Skandinavien, Baltikum/Russland, Polen, Tschechien, Österreich, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Kroatien und die Schweiz zu nennen.

Wichtig ist noch zu wissen, dass die Zeckenimpfung nur vor dem gefährlicheren FSME-Virus schützt, da diese Erkrankung nicht ursächlich behandelt werden kann, kommt der Schutzimpfung eine besondere Bedeutung zu. Da das Virus bereits sofort nach dem Zeckenstich übertragen werden kann, hilft auch eine sofortige Entfernung oft nicht mehr, hier schützt nur die FSME-Impfung die sogenannte Zecken-Impfung.

Gegen die Borreliose kann man sich nicht impfen lassen. Die sogenannten Borrelien werden ca. 12 – 24 Stunden nach dem Stich übertragen, d. h. schnelles entfernen (ich empfehle durch Hausarzt, o. ä.) hilft die Borreliose zu verhindern. Tritt die Erkrankung auf, wird diese grundsätzlich mit Antibiotika behandelt.

Sehr gute weiterführende Infos zum Thema gibt es unter www.zecken.de und die auch für Kinder geeignete www.zeckenschule.de

Eine Mutter hat uns folgende Frage zu kommen lassen:

Hallo!
Unser Sohn ist jetzt 6 Wochen alt und nur sehr schwierig satt zu bekommen. Wir mischen jetzt sogar ein gel in seine Flasche. Stellen grade von NESTLE BEBA 1 auf MILUMIL 1 um, weil das angeblich sättigender sein soll. Haben leider noch keine Besserung festgestellt. Da er schon recht viel zugenommen hat, brauchen wir einen Rat von Eltern mit ähnlichen Problemen.

Vielleicht können wir hier weiterhelfen? Auf jeden Fall empfehle ich zuerst den Kinderarzt zu befragen!

Nach Bebivita hat jetzt auch Milupa seine 1er Milch zurück gerufen. Angeblich besteht aber nur eine Gefahr, wenn die Milch entgegen der Zubereitungsanleitung über mehrere Stunden aufbewahrt wird. Die betroffene Milch ist schon seit Anfang Februar im Handel, dürfte also größtenteils schon aufgebraucht sein. Trotzdem sind dem Hersteller wohl keine Erkrankungsfälle bekannt geworden. Die Frage ist allerdings, ob Eltern, deren Kinder eine Darminfektion haben, als erstes daran denken, dass die Keime aus der Säulingsnahrung stammen…

Für weitere Infos schaut Ihr hier:

http://magazine.web.de/de/themen/gesundheit/ernaehrung/gesund-ernaehren/4151084-Milupa-ruft-Saeuglingsnahrung-Milumil-1-zurueck,articleset=4151420,cc=000005542900041510841l53tW.html”

Grüße von der babamama

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